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Sonntag

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Auf der Hauptstraße zwischen Goldener Reiter und Gomondai-Platz.

Der Markt

Der Augustusmarkt

Es ist Dresdens jüngster, dabei aber schon zweitgrößter und vielleicht ungewöhnlichster Weihnachtsmarkt – der Augustusmarkt in der Inneren Neustadt. Zu Füßen des nach Osten blickenden Goldenen Reiters, also des berühmten sächsischen Kurfürsten und Königs von Polen, August des Starken, entfaltet sich ein ganz eigener Charme.

Der Augustusmarkt wurde von den Dresdnern Holger Zastrow und Matteo Böhme entwickelt, ist der einzige große Markt auf der Neustädter Elbseite und als Flanierweihnachtsmarkt wohl einmalig in Deutschland. Er bricht mit dem gewohnten Bild eines deutschen Weihnachtsmarktes, übersetzt sächsische Weihnachtstraditionen ins Moderne und sorgt damit für einen besonderen Akzent in der hiesigen Weihnachtsmarktlandschaft.

Höhepunkt ist natürlich der zu Berühmtheit gelangte Blaue Baum mit seinen tropfenden Eiszapfen. Die einen lieben ihn, die anderen.. nun ja. Man spricht über ihn, er ist der absolute Selfie-König und ein Motiv, das jeden magisch anzieht, sobald er die Weihnachtsallee betritt. Dazu das weiß-goldene, an das Zeithainer Lustlager von 1730 erinnernde Marktoutfit und die lange Flaniermeile, die durch nett gestaltete Rondelle und manche absichtliche Abweichung untergebrochen wird. Große Flammentürme sorgen für Wärme. Hübsche Weihnachtsstuben bieten pflastermüden Beinen die eine oder andere Sitzmöglichkeit und bei Regen einen Unterschlupf.

International und experimentierfreudig so gibt man sich hier. Nicht nur hinsichtlich des Marktdesigns, auch in den Angeboten. Neueste Street-Food-Trends treffen auf Thüringer Bratwurst und sächsische Butterplinsen, der Dresdner Stollen muss sich mit seinen Brüdern aus Annaberg-Buchholz und der Sächsischen Schweiz messen, afrikanische Küche neben Käseburgern aus Radeberg, ungarischen Langos, elsässischen Flammkuchen und französischem Vin Chaud, Pasteis de Nata aus Portugal, polnischen und russischen Spezialitäten. Soviel Abwechslung und Vielfalt findet man woanders selten.

Auf nahezu 500 Meter ist die Flaniermeile zwischen Goldenem Reiter und Albertplatz inzwischen gewachsen. Neben dem Blauen Baum zieht vor allem das gewaltige Riesenrad am Goldenen Reiter Gäste auf den Markt. Es bietet einen fantastischen Blick über Dresden und lädt insbesondere die Besucher der historischen Altstadt ein, über die sich gerade im Bau befindliche, aber problemlos passierbare Augustusbrücke zu gehen und all das zu entdecken, was die Dresdner Neustadt zu bieten hat. Bekanntermaßen ist auf dieser Elbseite alles ein wenig jünger, kreativer und überraschender als in der traditionsbeladenen Altstadt.

Für manche Besucher der Stadt ist der Augustusmarkt noch ein Geheimtipp. Für die Dresdner selbst ist er oft schon die erste Adresse – nicht nur wegen der Gestaltung, sondern weil es hier viel lockerer, entspannter, besinnlicher und weniger touristisch zugeht als anderswo. Wer also Dresden und die Dresdner treffen will, sollte den Augustusmarkt besuchen.

Der Dresdner Augustusmarkt 2024 öffnet vom 27.11.2024 bis zum 5.1.2025 inklusive Silvester (vom 24. bis 26.12. und am 1.1. bleibt der Markt geschlossen)